Am Samstag, den 11. Juni werden wir in verschiedenen Städten bundesweit gegen das geplante 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Bundeswehr auf die Straße gehen.
In die Offensive gegen Aufrüstung – Keine 100 Milliarden für deutsche Kriege!
Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine überschlagen sich die Ereignisse – auch in Deutschland. Die Ampel-Regierung (SPD, Grüne, FDP) hat daraufhin innerhalb weniger Tage und ohne große Debatte ein Sondervermögen in Höhe von 100 Mrd. Euro für die Bundeswehr angekündigt, für das nun sogar das Grundgesetz geändert werden soll.
Dieses Sondervermögen wird dafür genutzt werden, die Bundeswehr über die nächsten Jahre aufzurüsten und beispielsweise bewaffnete Drohnen anzuschaffen, die keineswegs für einen Verteidigungsfall vorgesehen sind, sondern Deutschlands Kampffähigkeit weiter ausbauen sollen.
Für uns ist jedoch klar: Aufrüstung und Militarisierung, sowie Waffenlieferungen in Kriegsgebiete werden keinen Frieden schaffen! Wir wollen uns nicht von dieser Regierung vor den Karren spannen lassen und womöglich als Kanonenfutter in ihren Kriegen sterben. Mehr Geld für Rüstung bedeutet auch gleichzeitig weniger Geld für uns und stattdessen sozialen Abbau. Spätestens seit der Coronakrise müssen wir uns täglich anhören, es sei kein Geld da. Warum können nicht wir nicht bestimmen, was mit unseren Steuergeldern gemacht wird, denn es fehlt unter anderem im Gesundheitssystem, für bezahlbaren Wohnraum oder in der Bildung. Für den Pflegebonus sind insgesamt etwa 1 Mrd. angedacht. Das sind ganze 100 mal weniger als fürs Militär. Die Prioritäten der Bundesregierung sind also klar.
Als Begründung dient die Rolle Deutschland beim vermeintlichen Schutz von Menschenrechten. Dass das scheinheilig ist, sehen wir daran, dass die Toten im Jemen, in kurdischen Gebieten oder Afghanistan kaum medial präsent sind. Auch zum Giftgaseinsatz des NATO-Mitglieds Türkei in Kurdistan wird geschwiegen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck verhandelt mit Katar über Gaslieferungen, Deutschland liefert Waffen an die Türkei und Saudi-Arabien. Es wird deutlich: Deutschland und der NATO geht es nie um Menschenrechte, sondern um die eigenen internationalen Profit- und Machtinteressen.
Wir wollen klarmachen, in wessen Interesse diese Kriege geführt werden: Im Interesse der deutschen Unternehmen und Konzerne! Die Bundeswehr hat dort vor allem die Aufgabe strategische Handelsrouten und Zugänge zu Rohstoffen sicherzustellen.
Unsere Aufgabe ist es, hier gegen diesen Hauptfeind – den deutschen Imperialismus – vorzugehen! Heute wie vor mehr als hundert Jahren gilt für uns in Deutschland immernoch der Ausspruch von Karl Liebknecht: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ und den gilt es zu bekämpfen!
Gegen die Aufrüstung der Bundeswehr!
Nein zum 100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr!
Nein zur Kriegstreiber-Politik!
Infos zu den regionalen Demonstrationen am 11. Juni
(laufende Aktualisierung)
Berlin
15 Uhr | Max-Josef-Metzger-Platz
Duisburg
13 Uhr | Hauptbahnhof
Essen
15 Uhr | Limbecker Platz | Infos: Föderation Klassenkämpferischer Organisationen
Frankfurt
14 Uhr | Bockenheimer Warte | Infos: Föderation Klassenkämpferischer Organisationen
Hamburg
12 Uhr | U-Schlump | Infos: Kollektiv Soziale Kämpfe
Köln
14 Uhr | Hauptbahnhof | Infos: Föderation Klassenkämpferischer Organisationen
Leipzig
Klassenfest-Demonstration gegen die Aufrüstung mit Live-Acts und Redebeiträgen | 15 Uhr | Connewitzer Kreuz | Infos: Rote Wende Leipzig
Magdeburg
11 Uhr | Hauptbahnhof | Infos: Initiative Frieden Magdeburg
München
15 Uhr | Stiglmeierplatz | Infos: In Aktion gegen Krieg und Militarisierung München
Stuttgart
16 Uhr | Lautenschlagerstraße (gegenüber HBF) | Infos: OTKM Stuttgart
Wuppertal
12 Uhr | Hauptbahnhof | Infos: Föderation Klassenkämpferischer Organisationen
…und am 18. Juni in Dresden
